Liquiditätsverbund

Der CoOpera Liquiditätsverbund ist eine einfache Gesellschaft, deren Mitglieder sich an einem System für den Liquiditätsausgleich zwischen Unternehmen beteiligen.

Das Thema Liquidität beschäftigte den Stiftungsrat der Sammelstiftung PUK während langer Zeit immer wieder. Gerade Unternehmen mit hohem Finanzierungsanteil des Staates (z.B. heilpädagogische Heime) leiden stark unter dem jeweils langen Warten auf die Auszahlungen der Sozialversicherungsbeiträge. Wenn sie schliesslich eintreffen, führen sie zu massiver Überliquidität. Aber auch andere Unternehmen haben typische Verläufe von Liquiditätsmangel und -überschuss. Die Idee eines Ausgleichsmechanismus ist naheliegend - eine risikoarme Umsetzung dagegen anspruchsvoll.

Ende 1994 konstituierte sich schliesslich eine Gruppe im CoOpera-Rahmen, die das Problem einer Lösung zuführen wollte. Es zeigte sich, dass die technische Abwicklung von einer Bank übernommen werden musste. Die Alternative Bank ABS in Olten stellte sich dazu zur Verfügung. Im Frühjahr 1996 konnte der Liquiditätsaustausch beginnen.

Das Instrument besteht einerseits aus einem Sammelkonto mit Unterkonti für jede teilnehmende Institution bei der ABS und andererseits einem "Marktplatz" (von Maeder Treuhand geführt), auf dem Liquiditätsangebote oder Nachfragen monatlich zu einem bestimmten Zeitpunkt gemeldet werden. Gegeben oder bezogen werden können nur Tranchen zu 50'000 Franken, wobei mit den Bezügen - zur Wahrung der Sicherheit - bestehende Kreditlimiten bei Banken nicht überstiegen werden dürfen. Der Liquiditätsverbund betreibt also keine Kreditschöpfung.

Als einfache Gesellschaft hat der CoOpera Liquiditätsverbund keinen Vorstand oder Verwaltungsrat.