Anlagepolitik
Was ist Sicherheit?
Sicherheit der Anlagen ist für Versicherte von zentraler Bedeutung. Aber was ist sicher? Ein NZZ-Folio titelte: "Sicherheit. Die steile Karriere einer Illusion". Sicherheit gibt es nur in Bezug auf die Vergangenheit. Sicher ist, dass die CoOpera Sammelstiftung PUK in der Vergangenheit (über 20 Jahre) äusserst geringe Verluste einzustecken hatte. Trotzdem gab es immer wieder Kritiker, welche die Anlagepolitik der CoOpera als riskant kritisierten. Sie waren in einem gewissen Sinn durchaus im Recht, denn sie wendeten Kriterien an, welche bei Bankkrediten gelten.
Nähe und Distanz
Dass die CoOpera oft eine gewisse Nähe zu den verantwortlichen Kreditempfängern hat, wurde und wird immer wieder als Zusatzrisiko angesehen. Wahrscheinlich war aber diese Nähe massgeblich für die Risikovermeidung mit verantwortlich. In diesem Fall wäre Näher nicht Risikoerhöhung sondern Risikominderung.
Wer dem Kreditgeber anonym gegenübersteht und ihn als Eigentümer unerschöpflichen Reichtums ansieht, kümmert sich wenig um dessen Schaden, wenn es zu einer Sanierung oder einem Konkurs kommt. Wenn Kreditnehmer als Menschen wahrnehmen, wofür die Kreditgeber als Menschen einzustehen haben, suchen sie viel eher zusammen einen Weg, wie eine Krise möglichst verlustfrei bewältigt werden kann.
Verantwortungsvolle Urteilsbildung
Nobody is perfect - auch CoOpera-Entscheidgremien nicht. Die erwähnte persönliche Nähe zu Kreditverhältnissen zum Beispiel durch Doppelmandate kann die Objektivität der Urteilsbildung und Entscheidfindung beeinträchtigen. Die CoOpera hat deshalb mehrere Massnahmen entwickelt:
Transparenz: Zuerst muss wahrnehmbar sein, welches Gremiummitglied wo allenfalls befangen sein könnte. Die CoOpera führt Listen mit allen Anlagen, in welchen eingetragen ist, wer zu einer Organisation eine irgendwie geartete Bindung hat.
Ausstand: Wie in anderen Organisationen auch, tritt ein Mitglied mit einer Bindung vor Beginn der Urteilsbildung "physisch" grundsätzlich in Ausstand, d.h. verlässt den Raum, ohne dass zuvor diskutiert wird: muss es sein oder nicht.
Watchlist
Die CoOpera Sammelstiftung PUK führt eine ständige Watchlist, auf der nicht nur Kreditnehmer mit besonderen Risiken aufgeführt sind, sondern generell Organisationen, welche eine definierte Grössenordnung an investiertem Kapital überschreiten - und zwar über alle CoOpera-Einrichtungen hinweg betrachtet.
Diversifizierung
Wie jede Bank achtet die CoOpera auch auf die Verteilung der Investitionen auf Branchen und Regionen. An jeder Sitzung wird die nachgeführte Liste mit den Anteilen pro Bereich präsentiert.
Anlagerichtlinien
Neben den Anlagerichtilinien, die der Gesetzgeber formuliert, setzt sich die CoOpera interne Grenzen. So liegt beispielsweise die Kreditlimite pro Kreditnehmer bei 5% des Gesamtvermögens. Da die CoOpera permanent wächst, fällt der einzelne Kreditanteil, selbst wenn die Kreditlimite ausgeschöpft worden ist, schnell unter das prozentuale Maximum.
Solidaritätsmechanismus
Schon früh hat die CoOpera Sammelstiftung PUK versucht, die Kreditnehmer in die Risiko-Beteiligung einzubeziehen. Dies war in einer Hochzinsphase, welche die PUK nur sehr zurückhaltend mitgemacht hat. So war die Argumentation: wir verzichten auf eine hohe Risikomarge, dafür muss der Kreditnehmer vertraglich die Verpflichtung eingehen, sich an einem allenfalls entstehenden Schaden zu beteiligen. Nur einmal wurde der Solidaritätsmechanismus in geringem Umfang eingesetzt. Er hat funktioniert.